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ss-ci-01 |
liegt im Dunkel der Vergangenheit, aber es ist ziemlich sicher, daß er aus Asien (China) stammt. Vermutlich ist seine Verwendung bei der Herstellung von Muster-Schablonen für die Bemalung von Porzellan entstanden. (ca. 12.-13 Jahrhundert) eine der recht späten technischen Anwendungen für den Scherenschnitt. Doch es gab möglicherweise schon wesentlich früher Schattenspiel-Figuren, die in gleicher Art wie Scherenschnitte hergestellt wurden. (siehe unten) |
Mädchen mit Früchten ss-c-02
Lotosblüte ss-c-07 |
Das Wort "Scherenschnitt"
müssen wir nun nicht mehr
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ss-cz-14 Affe mit Pfirsich und Glückssymbolen |
Eine sehr volkstümliche Kunst ! In China ist der
Scherenschnitt schon seit uralter Zeit eine sehr
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In Europa ist der Schattenriß als "Silhouette" seit ca.1730 bekannt, als Étienne de Silhouette, der Finanzminister des Königs Ludwig XV drastische Sparmaßnahmen einführte indem er Farben einzusparte. Die Silhouette reduziert die Darstellung auf einen schattenhaften Umriß, der jedoch die wesentlichen Merkmale einer Person zum Ausdruck bringt. Solche Silhouetten wurden oft zur Erinnerung an geliebte Personen angefertigt: "Was bleibt, das ist nur noch ein Schatten" , das war ein gern gebrauchtes Wortspiel, das man oft mit Personen und ihrem Schattenbild verband. |
Goethes Mutter |
In Deutschland wurde die Herstellung von Silhouetten vermutlich zunächst im Hofe von Darmstadt praktiziert, doch andere Fürstenhäuse und das Bürgertum folgten bald dieser höfischen Kunst. Links sehen wir eine weitere Verfeinerung der Silhouette, die sich von dem ursprünglichen Minimalismus abhebt, in dem er Kragen, Schmuckstücke oder den Haarschmuck etwas deutlicher hervorhob, was zeigt, daß man in dieser Zeit diese sehr sparsame Technik etwas reichhaltiger zeigen wollte. |
"Negativ-Schnitt" |
Neben Caspar David Friedrich ist P.O.Runge der wohl bekannteste Maler der deutschen Romantik. Doch die wenigsten kennen ihn als Autor, der u.a, das alte niederdeutsche Märchen "De Fischer un sin Fuu" ( "Der Fischer und seine Frau" ) niederschrieb. Aber als Meister des Scherenschnittes ist er wohl noch weiger bekannt. Hier sehen wir einen negativ geschnittenen Scherenschnitt, bei dem sich das Motiv aus dem weißenhintergrund ergibt und die schrfinnige Naturbeobachtung von Runge deutlich zum Ausdruck bringt. |
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Wer kennt sie nicht die religiösen und volkstümlichen Legenden und Geschichten, die K.H. Waggerl (geb. 1897 in Badgastein) auf eine besonders lustige und skurile Art erzählt, wie z.B. seine Weihnachsgeschichten, die gespickt sind mit einem geradezu närrischen, jedoch sehr warmherzigen Humor und einer reichen,kindlich reinen Sinnesfreude. Mit seinen "Kallender-Blättern" erlangte er einen geradezu volkstümlichen Ruhm. Neben seinen Holzschnitten zeigen jedoch auch eine Scherenschnitte eine sehr einfühlsame Naturverbundenheit. Bild: "Die Küchenschell" ("Kuhschelle"). |
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Um die Jahrhundertwende und zur Zeit des Jugendstils war Johanna Beckmann die wohl bedeutendste Scherenschnitt-Künstlerin im deutschsprachigen Raum. Sie har uns eine vielzahl von sehr Phantasievollen Märchenszenen und Blumenmotiven hinerlassen. Ihr gelang es Blumensträße mit hauchzarten Gäsern zu schneiden und sie gilt als die Pionierin des Schrenschnittes in Deutschland, auch wenn in ihrer Zeit wohlwollend als Zeitvertreib der Damen aus der besseren Gesellschaft belächelt wurde. |
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Den größten Ruhm als deutsche Scherenschnitt-Künstlerin hat sich Lotte Reininger mit Ihren vielfältigen Illustrationen in Märchenbüchern erworben. Doch ihre größte Bekanntheit erlangte sie durch Ihre Scherenschnitt-Filme. "Prinz Achmed" oder das tapfere Schneiderlein werden bestimmt auch für zukünftigen Kindergenearationen als wunderschöne, packende und spannende Filme in guter Erinnerung bleiben. Diese Werke zählen zu einer der gröten Leistungen deutscher Filmgeschichte. Darüber hinaus hat sie eine überreichkiche Vielzahl von herrlichen Scherenschniiten hinterlassen, die nicht als Vorlage für Ihre Filme dienten. |
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Besonders phantasievolle Schrenschnitte kommen aus der Hand von Heike Kulski aus Ludwigsfelde bei Berlin. Ihre Blumen- und Tiermotive zeigen eine lockere Beschwingtheit und ihre humorvollen Märchenmotive knüpfen in einer sehr schönen, modernen Art an die hohe Kunst an Johanna Beckmann an, ohne diese zu imitieren oder nachzuahmen. |
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Gerda Brinkmann Veronika Felgentreu Irmgard Gruber Kempf Ursula Kirchne Hartmut Klug Luise Neupert Ursula Meier Elke Sieg Loretta Simsi Wulfhild Tank Luise Theill Gunhild Zimmermann |
(Hirschweg 1A, 82538 Geretsried) Dieser verein bemüht sich darum, den Scherenschnitt als das darzustellen, was er ist: Eine eigenständige, sehr krative und hoch einzuschätzende Kunstform ! In diesem Sinne veranstaltet der Verein seit Jahren sehr schöne, sehenswerte Ausstellungen und ist ebenso um die Weitergabe dieses schönen Hobbys durch Workshos und Scherenschnitt-Unterricht bemüht. www.Kunst-kreativ.de möchte dieser Kunstform zukünftig mehr Gewicht verleihen und ich hoffe, daß ich bald schon Scherenschnitte der genannten Künstlerinnen und Künstler hier zeigen kann, wie z.B. Veronika Felgentreu (geb. 1985). die ich als eine geniale Nachwuchskünstlerin einschätze. |
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zur Verfügung gestellt. Wer sich dafür interessiert, kann sich direkt mit ihm in Verbindung setzen. Hier die direkte Verbindung zu ihm: Mail schreiben: |
Paralellentwicklungen
zum Scherenschnitt und
Interessante
Abwandlungen:
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Diese ganz eigene Technik hat mir eine Künstlerin zur Verfügung gestellt, die ihre "Scherenschnitte" mit einem scharfen Skalpell anfertigt. |
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Ein Schattenriß zeigt nur eine dunkle Silhouette. Er kann mit der Schere aus schwarzem Papier geschnitten sein, mit schwarzer Tusche oder einer anderen schwarzen, deckenden Farbe gezeichnet sein oder auch gedruckt sein (z.B. als Holzschnitt oder Siegel-Druck), welche dann auch als Vorlagen für die Schablonen-Technik dienen können. Auch einen (positiven) Scherenschnitt, der aus schwarzem Papier angefertigt ist, könnte man demzufolge auch als "Schattenriß" bezeichnen. Doch zu einer eindeutigen Unterscheidung sollte man den mit der Schere geschnittenen "Schattenriss" auch eindeutig "Scherenschnitt" nennen. |
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Hier werden kleine Bildelemente oder Details aus gefärbtem Stoh ausgeschnitten und dann zu kleinen Bildern zusammengefügt. Auf einer Unterlage aus Karton entstehen dann wie hier Lesezeichen oder kleine Wandbilder. ![]() |
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In China, dem Ursprungsland des Scherenschnittes gibt es sehr viele praktische Anwendungen des Scherenschnittes in handwerklich schöner Arbeit. Eine sehr ansprechende und dekorative Form ist die Scherenschnitt-Collage oder Scherenschnitt-Applikation. Hier wurde z.B. ein kleiner Scherenschnitt als Collage auf das hauchdünne Blatt eines Baumes aufgebracht und kann so als Lesezeichen oder Fensterbild verwendet werden. ![]() |
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Hier sehen wir, wie aus einem Schattenriß durch einfaches "Ausschneiden" ("Scherenschnitt": siehe oben) eine "negative" Schablone entsteht. Tupft man nun mit einem "trockenen" Pinsel oder mit einem eingefärbten Stoffballen etwas Farbe (z.B. Rot) auf die Schablone, so erhält man nach dem Abheben der Schablone einen Schriftzug in roter Farbe. Dieses "Druck-Technik" läßt sich beliebig oft wiederholen und immer wieder ergibt sich das gleiche Motiv. Der Punkt vom "i" und die inneren (ovalen) Teile von "e","o" u.s.w. müssen dabei gesondert auf dem Papier fixiert werden oder mit einem dünnen Steg mit dem schwarzen Papier verbunden bleiben. Die "positive" Schablone liefert nach dem "Abtupfen" mit Farbe eine weiße Schrift auf einem farbigen Grund. Solche Schablonen wurden schon recht früh für die Herstellung von Stoffmustern oder für andere Techniken verwendet wenn es um gebräuchliche Muster ging. |
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