Passiflora
- Passionsblume (Blüte der Maracuja-Frucht) Aquarelle
in chinesischer Tuschmalerei und Mischtechniken. M;it Gedicht
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- chinesische
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Hellmuth Theobald, Berlin
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Bambus": 15,20 Euro (BRD)
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Passiflora -
Passionsblume
Lotos
der westlichen Barbaren
so nannten wir Dich
- Orchidee des Westens
welch' treffliches
Wort!
denn wahrlich !
in bestechender
Anmut,
Deine Blüten
erstrahlen !
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chinesische Tuschmalerei - Mischtechnik
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Passiflora
- Passionsblume:
(Namen der Blume: engl. Passion flower:
span.: „Flor de Pasión del nuestro Señor“, „Flor de Pasión“.
Namen der kleinen Früchte: Maracuja, Marakuja. Allgemein: Passionsfrucht;
Name der großen Früchte: Granadila (kleiner Granatapfel), Granadille;
Mz: Granadilles, Grenadillen, Granadillen.
00. Vorwort:
ZU den ganz seltenen Blumen-Darstellungen
in der Kunst gehört die Passiflora oder Passionsblume. Das Werk „Lotos
der westlichen Barbaren“ des großen chinesischen Meisters Hsi Fan
Liän (Xi fan li-en) war für uns der Anlaß, über diese
wunderschöne Pflanze mehr erfahren zu wollen.
Inhaltsverzeichnis:
01.Kurzbeschreibung
der Passionsblume:
02. Die Passiflora
in der botanische Systematik
03. Beschreibung
der typischen Merkmale
04. Die Herkunft
der Passiflora
05. Die Haltung
der Passiflora als Zimmer- /Gatenpflanze
06. Die Verwendung
der Passiflora in der Naturheilkunde
07. Die Früchte
der Passiflora-Arten
08. Die Passiflora
in der Kunst
01.Kurzbeschreibung der Passionsblume:
Die Passionsblumen bilden mit über
400 Arten eine umfangreiche Gattung aus der Familie der Passionsblumengewächse
(Passifloraceae). Sie alle den tropischen Regenwäldern und aus den
tropischen und subtropischen Regionen Mittel- und Südamerikas, Asiens,
Australiens und Polynesiens. Die Passiflora-Arten sind entsprechend ihrer
Herkunft immergrün und kommen als Rankgewächse, seltener als
Kräuter oder Halbsträucher vor und alle überraschen mit
großen sehr schönen Blüten.
Bereits 1630 wurde die Passiflora nach
Europa. Die Spanier nannten sie „Flor de Pasión de nuestro Señor“,
„Blume der Leiden unseres Herrn (Jesus Christus) oder kurz „Flor de Pasión“
(Passionsblume), denn man glaubte die Instrumente der Leiden Jesu in der
Blüte zu erkennen. In der violett-weißen Krone sah
man die Dornenkrone, in den gelben pentagonalen Staubblättern die
Kreuznägel und in den rotbraunen Griffeln oder den Sproßranken
die Geißeln Christi. Der Botaniker Linne beschrieb sie als Passiflora
incarnata (lat. „die eingeborene“, „Fleisch gewordene“ = wie Christus incarnatus)
und zu seiner Ehre hei0t die Gattung auch Passiflora L. (Linné).
Sie ist im Süden Nordamerikas weit verbreitet.
Die bekannteste ist die „Blaue Passionsblume“
(Passiflora caerulea), die auch bei uns als dankbare nicht winterharte
Balkonpflanze und Zimmerpflanze beliebt ist.
Um 1670 kam die Passiflora caerulea aus
Peru nach Europa.
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02. Die Passiflora in der botanische
Systematik:
Nach der botanischen Systematik gehöre
die Passionsblume zur Unterklasse
der Rosenähnliche (Rosidae), darin
zur Ordnung Malpighiales und darunter zur
Familie der Passionsblumengewächse
(Passifloraceae) und schließlich zur
Gattung der Passionsblumen (Passiflora).
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03. Beschreibung der typischen Merkmale:
Das auffallendste Merkmal der Passionsblumen
sind die schönen Blüten, die bei manchen Arten sehr groß
sein können. Die äußeren Blütenhüllblätter,
die oft sehr leuchtende Farben haben, umhüllen ringförmig angeordnete
fadenförmige Blütenblätter, die aussehen wie ein Strahlenkranz.
In der Mitte der Blüte sind die 5 Staubgefäße und 3 Narben
zu einer säulenartigen Gruppe (Androgynophor) zusammengefasst angeordnet,
welche die Blütenhüllblätter weit überragen. Dieses
typische Merkmal zeigen alle Passiflora-Arten in mehr oder weniger stark
ausgeprägten Form.
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04. Die Herkunft der Passiflora:
Die meisten Arten der Passionsblume stammen
aus Südamerika und Mittel- bis südliches Nordamerika, jedoch
kommen einige Arten auch in Australien (z. B. Passiflora aurantia und Passiflora
cinnabarina) und eine auf den Galapagos-Inseln vor. Die brasilianischen
Urwald-Indianer verwendeten teilweise ihre heilende oder berauschende Wirkung.
Der Name Maracuja (maracujá) stammt aus dem Portugiesischen bzw.
dem Indianisch-Brasilianischen (Tupi) und bedeutet "Pflanze, die Früchte
gibt".
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05. Die Haltung der Passiflora als
Zimmer- oder Gartenpflanze:
Als Zimmer- oder Balkonpflanze ist die
„Blaue Passionsblume“ (Passiflora caerulea) am bekanntesten. Aus ihr sind
durch Kreuzung mit anderen Sorten viele weitere Arten hervorgegangen. Die
Passiflora violacea (für Zimmer- und Wintergarten) ist eine Hybride
aus Passiflora caerulea mit Passiflora racemosa. Die aus Brasilien stammende
feurig rot blühende Passiflora racemosa kann trotz ihrer tropischen
Herkunft Fröste bis -10 Grad C. überstehen. Sie ist auch für
die Topfkultur im Zimmer geeignet. Passiflora racemosa. Wie der Name (racemosa
= traubig) andeutet sind die Blüten in einem hängenden traubigen
Blütenstand angeordnet.
Die Sorte “Kaiserin Eugenie” überrascht
mit großen rötlichvioletten und die „Constanze Elliot“ mit herrlich
weißen Blüten. Auch die “Amerikanische Passionsblume“ Passiflora
incarnata ist eine Kletterpflanze mit dünnen, grünen, verholzenden
Sproßachsen, drei- bis fünfteilig gelappten Laubblättern
und einzeln stehenden Blüten mit auffallender, violett-weiß
gestreifter Nebenkrone. Sie wird bis zu 10 m hoch. Im Garten oder auf dem
Balkon benötigen die meisten für Freiland-Kultur geeigneten Passiflora-Sorten
einen ausreichenden Winterschutz. Die aus Nordamerika stammenden Sorten
Passiflora incarnata und die Rhizome bildende Passiflora lutea, Passiflora
tucumanensis und Passiflora caerulea weisen eine Frostresistenz auf und
können unter günstigen Bedingungen auch in Mitteleuropa draußen
gepflanzt werden. Sie eignen sich in einer guten klimatischen Lage zur
Begrünung einer südlichen Hauswand. Passiflora caerulea, Passiflora
incarnata und Passiflora lutea sind hierbei die wiederstandsfähigsten
Pflanzen und können unter günstigen Bedingungen -15 Grad Celsius
aushalten.
Die Ranken halten den Frösten nicht
stand. Aus dem Wurzelballen treibt jedoch in den Sommermonaten rasch eine
neue Kletterpflanze, die schnell üppiges Grün und eine reichhaltige
Blüte hervorbringt.
Mit etwas Glück bringen die Blaue
Passionsblume“ (Passiflora caerulea), die Passiflora incarnata und einige
andere kleine und sehr köstlich schmeckende Maracuja-Früchte
hervor.
Um die großen Granadila-Früchte
der Passiflora quadrangularis ernten zu können braucht man hingegen
ein Gewächshaus mit einer Dauerbeheizung mit einer Temperatur, die
nicht unter 18 Grad sinken sollte.
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06. Die Verwendung der Passiflora in
der Naturheilkunde und Medizin:
Die von Linné beschriebene Passiflora
incarnata L. ist seit langem als Heilpflanze bekannt. Sie ist eine Kletterpflanze
mit dünnen, grünen, verholzenden Sproßachsen, drei- bis
fünfteilig gelappten Laubblättern und einzeln stehenden Blüten
mit auffallender, violett-weiß gestreifter Nebenkrone. Diese Pflanze
ist nahe mit der fruchtreichen Passiflora edulis verwandt. Der ausdauernde
Kletterstrauch hat dünne hohle, rundliche Triebe mit dreiteilig gelappten
Blättern. Aus den Blattachseln entspringen Nebenblätter mit Ranken,
die an den Enden korkenzieherartig aufgerollt sind. Die Blüten sind
strahlig und weist weiße bis blaßviolette Kronblätter
auf. Die gelbliche beerenartige Frucht ist eßbar. Die rundlichen
Stengelstücke mit Blattfragmenten werden geschnitten, getrocknet.
und dann zerkleinert. Das Krautgut enthält auch die aufgerollten Fragmente
der Ranken. Die Droge riecht etwas aromatisch.
In tierexperimentellen Untersuchungen
wurde mehrfach eine mobilitätshemmende (Muskelbewegung des Darms hemmende)
Wirkung beschrieben.
Das Passionsblumenkraut lindert
nervöse Unruhezustände.
Das Kraut enthält Alkaloide, Saponine,
Flavanoide (Vitexin), Maltol, Cumarin-Derivate und geringe Mengen von ätherischem
Öl. Der Gehalt an Harmala-Alkaloiden schwankt (er darf 0,01
% nicht überschreiten).
Die Blätter der Passionsblume werden
in der Phytotherapie gegen nervöse Unruhe, Anspannung, Reizbarkeit
oder Angstzustände und damit zusammenhängende Schlafstörungen,
Rückenschmerzen und Verspannungen oder Herzbeschwerden
oder Magen- Darmbeschwerden eingesetzt,
ferner auch bei depressiver (Serotonin) Verstimmung, Hysterie oder Asthma.
Es sind keine Nebenwirkungen bekannt. Über die Verträglichkeit
während der Schwangerschaft gibt es keine umfangreichen
Erfahrungen. Die alten Naturheiler
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07. Die Früchte der Passiflora-Arten:
Der französische Botaniker Desfontains
schrieb im späten 17. Jahrhundert daß man die „Granadilla“ auch
Passiflora nennt. Der Name Granadile ist den großen Passionsfrüchten
bis heute erhalten geblieben. Die Früchte sind botanisch gesehen Beeren.
Früchte der Gattung, die von Menschen gegessen werden, nennt man je
nach Art Maracuja oder Grenadillen (auch Granadillen). Sie sind eiförmig,
haben eine feste Haut und enthalten innen einen oft bitter bis süßlich
schmeckenden Saft mit vielen essbaren Kernen (ähnlich wie Granatäpfel,
daher auch der Name „kleine Granatäpfel“). Sie enthalten viel Vitamin
C, verschiedene andere Vitamine und Bitterstoffe. Die Früchte von
Passiflora incarnata und der „Blauen Passionsblume“ Passiflora caerulea
sind ca. 5 cm lang und gelb. Die Früchte der meisten anderen Passionsblumenarten
der Gattung Passiflora sind ähnlich, unterscheiden sich jedoch teils
sehr in Größe, Farbe und Geschmack. Bei ihnen werden hauptsächlich
die Arten Passiflora edulis f. edulis, Passiflora edulis f. flavicarpa,
Passiflora ligularis, Passiflora alba sowie Passiflora quadrangularis kommerziell
angebaut.
Früchte der Gattung Decaloba sind
um einiges kleiner und nicht zum Verzehr geeignet, einige sind sogar giftig.
Aber auch Arten der Gattung Tacsonia (Passiflora tarminiana und Passiflora
tripartita v. mollissima) werden wegen ihrer Früchte kultiviert. Diese
sind länglich und können selten in spezialisierten Fruchthandlungen
erhalten werden. Der Hobbygärtner kann mit etwas Glück auf seiner
Fensterbank im Orchideen-Fenster im Wintergarten oder an den Rankhilfen
einer nach Süden ausgerichteten Hauswand auch hin und wieder mit süßen
Grenadillen rechnen.
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08. Die Passiflora in der Kunst:
Im Gegensatz zu den weit verbreiteten
und seit langem hoch geschätzten Rosen, Orchideen oder Lilien wurden
und werden Passionsblumen in der Kunst sehr selten gezeigt. Auch in den
Darstellungen der alten Botaniker macht sich die Passionsblume sehr rar.
Das liegt im Wesentlichen daran, daß die Pflanzen in den Urwäldern
verbargen. Es waren westliche Reisende, die im 18. Jahrhundert blühende
Passiflora-Stöcke als Gastgeschenk nach China brachten. Daher lautet
der Titel des einzigen Werkes, das wir kennen: „Lotos der westlichen Barbaren“.
Es wurde von Hsi Fan Liän (Xi fan li-en) in der farbigen chinesischen
Tuschmalerei geschaffen.
Dieses Werk war auch zu dem Bild „Passiflora“.
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