Hilfen
für Sehbehinderte, allgemeine u. technische Hilfsmittel, Adressen,
Heilsteine, Heilkräuter
.Mit
einer Sehbehinderung leben ?
Der
Umgang mit einer JMD, AMD, RP im Alltag
Malen
trotz Seh-Behinderung ?
Fotografieren
trotz Seh-Behinderung ?
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Malen
trotz Seh-Behinderung ?
Oft werde ich gefragt,
warum ich trotz meiner sehr starken Sehbehinderung male
oder man fragt mich,
wie ich damit "zurechtkomme", das müsse ja wohl
sehr anstrengend
sein, so feine Striche zu malen !
Nun, - es gibt einerseits
heute viele technische Hilfsmittel, wie z.B. leistungsstarke Vergrößerungsgeräte,
mit denen man sich mehr oder weniger gut behelfen kann.
Eine kleine Briefmarke
läßt unter einem Bildschirm-Lesegerät so groß vergrößern,
daß sie westntlich größer ist als eine DIN-A4-Seite. Damit
könnte man sogar eigene Briefmarken in Originalgröße gestalten
und das mit allen, keinen Feinheiten, wenn es so feine Stifte gäbe
und man bei einer so extremen Vergrößerung noch die Orientierung
hätte, wo der Stift gerade "rumzeichnet" !
Es ist zwar sehr
zeitraubend, mit Vergrößerung zu arbeiten, aber es kommt
bei einem Hobby
ja nicht auf die Anzahl der Bilder an, die man in einem
bestimmten Zeitraum
malt.
Außerdem
ergibt sich eine gewiße Spontanität beim Malen,
wenn man nicht
alles so genau erkennen kann !
Trotzdem ist die
Tätigkeit sehr anstrengend, mühsam und sehr, sehr zeitraubend.
Das Wichtigste aber
ist, das ist der ist der Grund warum ich male.
Ich möchte
zeigen, daß ich -trotz- meiner Behinderung meinen
Mitmenschen die
Schönheit unseres Daseins nahebringen kann !
Zumindest versuche
ich, das zu vermitteln !
Eine Sehbehinderng
ist noch lange kein Grund, nicht selbst malen zu können !
Und :Ich gebe
meine Erfahrungen gerne weiter !
Die Förderung
der Kreativität von Kindern und Jugendlichen
liegt mir dabei
ganz besonders am Herzen !
Fotografieren trotz Seh-Behinderung
?
Als ich bemerkte,
daß ich zusehends Schwierigkeiten damit hatte, meinen Fotoapparat
scharf einzustellen, versuchte ich zunächst, die Entfernung
möglichst gut zu schätzen, doch auch das gelingt mit schlechten
Augen nicht allzu gut. Die Folge war, daß ich immer weniger fotografierte.
Eine Autofocus-Kamera, das widersprch meinem künstlerischen Empfinden,
selbst entscheiden zu wollen, was und wie ich fotografieren wollte. Was
ich dabei jedoch nicht beachtet hatte, war der Umstand, daß der Autofocus
eigentlich nur das lästige Scharfstellen übernimmt.
Das Wesentliche,
am Fotografieren bleibt jedoch erhalten: Das Gefühl für das Motiv,
für die richtige Lichtwirkung, die geeignete Perspektive, den Bildausschnitt
und für die Gesamtkomposition.
Doch gleichzeitig
wußte ich, daß meine Ausflüchte, wie : "technisch noch
nicht ausgereift" oder "noch zu teuer" eigentlich nur vorgeschoben
waren.
Doch diese Ausflüchte
hatten endlich ein Ende, als ich eine solche Kamera zum Geburtstag geschenkt
bekam. Nun mußte ich einfach ran. Das Ergebnis war: Im
Urlaub hatte ich ein so großes "Nachholbedürfnis", daß
ich gleich über 20 Filme "abgeknipst" hatte.
.
Mit meinen Fotos
möchte ich zeigen, daß nicht nur die Ferne, sondern auch unsere
unmittelbare Umgebung viele Schönheiten zu bieten hat !
Eine Sehbehinderng
ist noch lange kein Grund, nicht zum Fotoapparat zu greifen !
Der Umgang mit
MD/RP im Alltag
Wie bereits erwähnt.
Die Makuladegeneration
ist keine Krankheit, im üblichen Sinn, sondern "eine
Laune der Natur"",
die jedoch für den Betroffenen, zumal bei der "jugendlichen"
MD, schwerwiegende
psychische und soziale Belastungen auferlegt.
Nicht erkennbare
Behinderung:
Man sieht den Betroffenen
die Behinderung nicht an.
Daher weiß
ein Außenstehender nicht, daß diese Mitbürger
in vielen Dingen
in ihrer Orientierungsmöglichkeit
stark eingeschränkt sind !
Die besondere Problematik
jeder Behinderung besteht darin, daß ein Behinderter sich soweit
es möglich ist, selbst helfen möchte !
Helfen Sie daher
nur, wenn Sie darum gebeten werden oder wenn Sie erkennen, daß eine
Hilfestellung angebracht oder erforderlich ist !
Gedrucktes kann
nur mit Hilfsmitteln gelesen werden !
Geschriebene
Informationen wie Briefe, Bücher, Zeitungen, BUS-Fahrpläne,
Speisekarten, Preisschilder,
Straßenschilder, Haltestellen-Hinweise in BUS, U-
oder S-Bahn
u.v.m. und im schwerwiegenden Fall auch großgedruckte
Beschriftungen wie
z.B. BUS-Nummern, Plakate und andere Dinge nicht oder
nur unscharf zu
erkennen. Autofahren ist also unmöglich und auch mit
öffentlichen Verkehrsmitteln ist ohne Hilfsmittel nur eine Groborientierung
möglich.
Nichterkennen
ist keine Mißachtung !
Die Möglichkeit
Personen zu erkennen ist nur gegeben, wenn die Personen
mehr oder weniger
dicht herantreten.
Aus weiterer Entfernung
können Personen nur an Haltung, Gang, Haarfarbe, Kleidung oder
anderen groben, "typischen" Merkmalen identifiziert werden.
Da kann es leicht
einmal zu Verwechslung oder "Nichtbeachtung" kommen, nur
weil sich vielleicht
die sonst so typische Frisur oder Kleidung grundlegend
geändert hat.
Bedingt durch das
"zentrale Sehloch" können viele MD/RP Patienten Gesichter
oder Gegenstände
nicht wahrnehmen, wenn sie zentral angeschaut werden.
Schaut man aber
an den Dingen "vorbei ", dann erkennen nun jene Sehzellen, welche
außerhalb des Sehzentrums liegen die Person/den Gegenstand, jedoch
keine normal oder größer geschriebene Schrift !!!
( Das ist jedoch
nicht bei allen Formen der MD/RP so ).
Immer in den
vorderen Reihen - und mit dem Ferngas ins Theater !
Theatherbesuch oder
andere Veranstaltungen, wo es auf Mimik und Gestik
ankommt gilt es,
sich in eine der ersten Reihen zu setzen -
und auch das Fernglas
nicht vergessen !!!
Dieses wichtige
Gerät ist auch beim Besuch von Kunstausstellungen u.a.
einfach unentbehrlich
!!!
Hier müssen
dann schon einmal die teuren Karten in den vorderen Reihen her
oder der Besuch
solcher Veranstaltungen muß aus finanziellen Gründen stark reduziert
werden.
Auch kann man mit
dem Fernglas nie wie mit den Augen die gesamte Szene komplett beobachten,
sondern immer nur einzelne Personen oder Gesichter
herausholen oder
"verfolgen".
Bei sehr "bewegten"
Aufführungen wird so ein Theatherbesuch zu einer
äußerst
anstrengenden und ermüdenden Angelegenheit !
Hier fehlt der gerechte
soziale Ausgleich !
Liebe Mitbürger
: Verzichten Sie bitte auf "gute Ratschläge" !
Diese Behinderung
bringt für viele ganz enorme seelische Belastungen mit
sich, welche
sich zumeist auf die Ungewißheit der zukünftigen Entwicklung
der Krankheit hinsichtlich einer Verschlechterung oder Blindheit beziehen.
Ein schwieriges
Thema und eine ganz enorme seelische Belastung ist auch
immer wieder die
Auffassung und der wohlgemeinte Rat vieler Mitbürger,
daß man heute
angeblich fast alles operieren oder behandeln könne.
Oft werden Berichte
über operative Möglichkeiten bei anderen Augenkrankheiten
von den Zuhörern
einfach auch auf die MD/RP "übertragen" oder es geht
in den Berichten
um Zukunftsentwicklungen, welche vom Zuhörer dann als
bereits gängige
Praxis aufgefasst werden.
Wohlgemeinte Ratschläge
und versteckte Hoffnungen wie:
"Ich habe da neulich
im Fernsehen gesehen daß man ......"-
"Du mußt Dich
dringend darum kümmern - da kann man etwas machen !!."
Solche Ratschläge
sind keine Hilfe ! - Im Gegenteil !
Solche nett gemeinten
Hinweise hören sich immer wieder so an, als ob die Betroffenen selbst
ja "überhaupt keine Ahnung" davon hätten, was heute
alles möglich
ist.
Auch der Rat, daß
vielleicht ein geheimes, indisches Tantra-Ritual oder
ein alter afrikanischer
Voodoo-Kult, der Feuertanz eines indianischen
Medizinmannes helfen
würde; daß irgend ein ceylonesischer
Schlangenbeschwörer
gute "Behandlungserfolge" hatte, daß das
Auflegen von Augenachat,
Tigerauge oder Helitrop-Steinen in einer
Neumondnacht oder
daß ein oberbayrisches Kräuterweiblein mit der
Fähigkeit des
Warzenbesprechens mit einer speziellen Kräutertinktur
bestimmt auch hier
helfen könne -
solche nett gemeinten
Hinweise sind leider auch keine Hilfe !
Fachlicher Rat
? - Nur vom Fachmann !
Jeder erfahrene
Augenarzt ist darauf bedacht, sich ständig über den Stand
von Forschung, Entwicklung und über den derzeitigen Stand der Medizin
auf dem
Laufenden zu halten
und er ist auch darüber informiert, welche Operations-
oder Behandlungsmethoden
als anerkannte und sichere Behandlungsmethode
dienen, um dem Patienten
zu helfen !
Wer sich trotzdem
an unabhängiger und kompetenter Stelle über den
derzeitigen Fortschritt
erkundigen möchte,
der richte sich bitte an die im
Adressen-Verzeichnis
benannten Organisationen.
z.B.:
PRO-RETINA
- Zeitung (vierteljährlich) "RETINA-AKTUELL"
.