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Heiliger Christopherus Kupferstich: Albrecht Dürer |
Es
gibt wohl kaum einen anderen deutschen Künstler des Spätmittelalters
und der Rainesseance der so viele Apostel, Heilige und Märtyrer als
Zeichnungen, Holzschnitte oder Kupferstiche bearbeitet hat wie Albrecht
Dürer. Dabei ging es ihm nicht nur um die Ausprägung des Gesichtes
dieser fiktiven Persönlichkeiten, wie auch um Studien für ihre
Hände und in ganz besonderen Art und Weise der Gewänder und des
Faltenwurfs der Stoffe. Vielen dieser Personen - deren eigentliches Aussehen
ja nicht bekannt war - hat Dürer jene Identität verliehen,
mit der wir sie heute in Kirchen und auf Gemälden sofort wiedererkennen.
Das ikonographische Werk Dürers gilt daher in der Kunstgeschichte
als Schlüsselindiz für die Zuordnung in eine bestimmte Zeit,
die sich in die „Zeit vor Dürer“ und „nach Dürer“ klassifizieren
läßt. Bei Dürers Arbeiten muß bei der klar differenzieren,
daß ihm die Darstellung von Aposteln, Heiligen und Märtyrern
ein großes religiöses Bedürfnis war. Bei der Druckgraphik
stellen die kleinen Bildnisse von Schutzpatronen - zumal in seiner Frühzeit
- einen wichtigen Broterwerb dar. Seine Frau Agnes verkaufte diese kleinen
Bilder auf dem Markt von Nürnberg als Schutzamulette und Talismane.
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